Vorstellung der Schlachtfelder an der Somme |
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Die Schlachtfelder können entlang gekennzeichneter Wege besucht werden, welche zwei Städte verbinden, deren Namen zu Symbolen für die Sommeschlacht des Ersten Weltkrieges geworden sind: Albert und Péronne, wo die britischen beziehungsweise deutschen Truppen stationiert waren. Man kann diesem „Rundgang der Erinnerung“ anhand von Schildern, auf denen eine Mohnblume abgebildet ist, folgen. Die Mohnblume ist das Emblem der Erinnerung an die Sommeschlacht. Der Rundgang führt zu wichtigen Orten, die von zentraler Bedeutung für die Erinnerungskultur sind: Museen, Gedenkstätten, Schlachtfelder, Friedhöfe und andere Plätze irländischer, neufundländischer, australischer, südafrikanischer, deutscher, französischer etc. Erinnerung. Broschüren auf Anfrage unter www.somme14-18.com und im Historial de la Grande Guerre Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Der 1. Juli 1916 ist ein zentrales Datum vor allem in der britischen
Erinnerungskultur: Es ist mit 20.000 toten Soldaten und einem Verlust
von beinahe 60.000 Mann (einschließlich Toter, Verwundeter und
Vermisster) der bis heute blutigste Tag in der Geschichte der
britischen Armee. Im kollektiven Gedächtnis stellt er einerseits den
Inbegriff britischen Heldenmutes und andererseits eine sinnlose
Tragödie großen Ausmaßes dar. Jedes der Dörfer an der Somme wird heute
mit einer Stadt oder einer Region in Großbritannien in Verbindung
gebracht, die ihre Soldaten im Ersten Weltkrieg hierhin entsandte.
In der Erinnerungskultur der Deutschen ist der Erste Weltkrieg weniger
präsent als in der anderer kriegsbeteiligter Nationen. Mögliche Gründe
hierfür könnten sein, dass der Zweite Weltkrieg für die deutsche
Geschichte von derart immenser Bedeutung ist, dass die
Auseinandersetzung mit dem Ersten Weltkrieg in den Hintergrund rückt.
Darüber hinaus ist die Tatsache, dass die Kämpfe des Ersten Weltkrieges
vor allem auf französischem Boden stattfanden, eine mögliche Erklärung
dafür, dass es vermehrt französische Schlachtfeldtouristen gibt, die
durch den allgegenwärtigen Anblick von Soldatenfriedhöfen und
Kriegsdenkmälern tagtäglich an die Ereignisse erinnert werden.
Thiepval ist die wichtigste französisch-britische Gedenkstätte der
Welt, welche mit den Namen von 72.000 britischen Soldaten beschriftet ist,
die seit der Sommeschlacht vermisst werden. Das angrenzende
Besucherzentrum bietet Hintergrundinformationen, die notwendig sind, um
die Geschichte von Thiepval während des Ersten Weltkrieges zu
verstehen. Ein paar Kilometer weiter stehen Gedenkstätten irischer,
neufundländischer, australischer, südafrikanischer, deutscher und
französischer Soldaten, die man auch besuchen kann.
Friedhöfe
Die 14 deutschen, 19 französischen und 410 britischen Friedhöfe an der Somme lassen sich leicht voneinander unterscheiden:
Die britischen Friedhöfe sind sehr zahlreich an der ehemaligen
Frontlinie zu finden, da man sich entschlossen hatte, die Soldaten so
nah wie möglich an der Stelle zu begraben, an der sie gefallen waren.
Deshalb gab es bei den Briten weniger Massengräber, als bei den
Deutschen und Franzosen.
Häufig werden auf britischen Friedhöfen zusätzlich zu den Grabsteinen
ein „Opferkreuz“ oder ein „Kreuz der Erinnerung“ aufgestellt. Die
Commonwealth War Graves Commission, die 1917 gegründet wurde, pflegt
alle britischen Friedhöfe auf der ganzen Welt. http://www.cwgc.org
Der 1919 gegründete Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge ist für
die Pflege und Instandhaltung deutscher Friedhöfe zuständig, die leicht
an ihren schwarzen Kreuzen aus Gusseisen oder Stein zu erkennen sind.
http://www.volksbund.de
Die französischen Friedhöfe sind an ihren weißen Kreuzen und einer
gehissten französischen Flagge zu erkennen. Zudem ist hier häufig ein
Beinhaus zu finden. Das Verteidigungsministerium ist für die
Aufrechterhaltung der Soldatenfriedhöfe zuständig. Informationen über
die als „Mort pour la France“ (im Kampf für Frankreich gefallenen)
betitelten Soldaten sind unter
http://www.memoiredeshommes.sga.defense.gouv.fr erhältlich.
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| Letzte Aktualisierung Monday, 21. December 2009 |